Forschungsprojekt an der KTH

Etac beteiligt sich am Forschungsprojekt der KTH

Können Bäder im häuslichen Bereich durch den Einsatz innovativer Hilfsmittel dem Pflegebedarf von morgen gerecht werden?

7 Oktober 2022

Das ist eines der Themen, mit denen sich die Königliche Technische Hochschule (KTH) im Rahmen des Projekts "Making bathrooms safer for all" beschäftigt. Ziel ist die Erforschung, Identifizierung und Entwicklung normativer Lösungen für Badezimmerumgebungen, um die Funktionalität zu erhöhen, die Arbeitsumgebung für das Pflegepersonal sowie die Autonomie und Sicherheit der Nutzer zu verbessern.

Im Rahmen des Projekts startet die KTH nun ein Experiment, bei dem drei verschiedene Arten von Badezimmern miteinander verglichen und bewertet werden sollen, wie sie sich auf die Ergonomie für die Pflegekräfte auswirken.

Hintergrund des Projekts
Die Bevölkerung altert rapide und angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von Pflegeeinrichtungen steigt der Bedarf älterer Menschen, mit der Unterstützung von Pflegekräften zu Hause zu altern. Die meisten häuslichen Badezimmer sind jedoch nicht für die Unterbringung der Nutzer, Pflegekräfte und der eventuell benötigten Hilfsmittel ausgelegt.

Folglich kann eine schlechte Gestaltung des Badezimmers ein hohes Verletzungsrisiko sowohl für die Pflegekräfte als auch für die Nutzer darstellen oder einen Umzug in ein Pflegeheim erzwingen. Um dieses Problem anzugehen, ist es wichtig, die Herausforderungen der Badpflege in Privathaushalten besser zu verstehen und wirksame Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.

Das Experiment
Die KTH wird einen experimentellen Vergleich verschiedener Badezimmerlayouts/-ausstattungen durchführen, um folgende Punkte zu untersuchen:

1. Kann ein gut ausgestattetes häusliches Bad ähnliche Leistungen erbringen wie ein Bad im Pflegeheim?
2. Inwiefern ist ein modern ausgestattetes Bad besser als ein herkömmliches Bad?

In der Studie werden drei verschiedene Badezimmerdesigns verglichen:
- ein Standard-Badezimmer in einem Pflegeheim
- ein Standard-Badezimmer in einer "Miljonprogrammet"-Wohnung (ein schwedisches öffentliches Wohnungsbauprogramm*)
- ein mit Hilfsmitteln ausgestattetes häusliches Badezimmer

Methoden zur Evaluierung
Die Effizienz der Bäder wird anhand der folgenden Kriterien bewertet:

  • Körperhaltung und Bewegungen von Rücken und Armen des Pflegepersonals
    (gemessen durch Arbeitskleidung mit Bewegungssensoren*)
  • Die "Spaghetti"-Pfadkarte der Bewegungen der Arbeiter durch das Badezimmer während der Aufgaben (Aufzeichnung von Mustern durch Videoaufnahmen)
  • Interaktion der Benutzer mit der Sicherheitsausrüstung (z. B. Anzahl der Haltegriffe)
  • Wahrnehmung der Teilnehmer in Bezug auf Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Zufriedenheit (Interviews)

Das Experiment wird in einem neuen klinischen Ausbildungszentrum in einem Altenpflegeheim unter Beteiligung von Mitarbeitern des Gesundheitswesens durchgeführt. Die ersten Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich im Jahr 2023 vorliegen.

Für weitere Informationen zu diesem Projekt, besuchen Sie: KTH’s web page Bathrooms for all.

0 Green line -image

Partner und Teilnehmer
Das Projekt wird von der Afa Försäkring (Afa-Versicherung) finanziert. Die Studie wird von der KTH-Abteilung "Ergonomics Division" in Zusammenarbeit mit dem Verklighetslabbet (Reality Lab) durchgeführt, wobei das Equipment von Etac und anderen Anbietern medizinischer Hilfsmittel verwendet wird.

*Referenzen und externe Links

- KTH Royal Institute of Technology
- Miljonprogrammet
Workwear with motion sensors